Slow Living
- Anna Seifried

- 10. Jan. 2023
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 16. Mai 2023
In einer Welt, in der “schneller höher und weiter” einen großen Wert hat, verlernen wir schnell einfache, schöne alltägliche Momente zu genießen: der Geschmack unserer Lieblingsspeise, das Lächeln unserer Liebsten, eine Umarmung, der warme Wasserstrahl beim Duschen oder die Schönheit des Sonnenuntergangs.
Sich zu entschleunigen oder zu entspannen ist wirklich nicht so einfach. Unser moderner Lifestyle bietet uns so viele Reize und Action. Man muss doch alles probieren, so viel erreichen. Manchmal versuchen wir so stark MEHR zu schaffen/sehen/probieren, dass wir das nicht mehr genießen können. Man ist dann nur auf der Suche nach ständig neuen Reizen oder gesellschaftlich anerkannten Statussymbolen. Man lebt, aber man spürt das nicht wirklich, weil man zu angespannt ist. Dabei vergessen wir oft, dass nicht ausschließlich die Welt entscheidet, wie wir leben. Auch wir haben das Sagen.
Slow Living bedeutet nicht, dass wir nicht mehr unsere Ziele verfolgen oder die Alltagsaufgaben liegen lassen. Eher geht es darum, dass wir uns dann bewusster und achtsamer mit unseren Beschäftigungen auseinandersetzen. Wir wählen das, was uns guttut und wichtig ist, und nicht versuchen, die anderen Menschen zu beeindrucken oder Lob und Anerkennung zu verdienen. Es ist für mich immer erstaunlich, wie viele Menschen nicht ihr eigenes Leben leben, sondern einfach irgendwelche ungesunde Muster verfolgen. Oft unbewusst.





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